Neues "Centre of African Excellence" im Aufbau

Die Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg hat in Zusammenarbeit mit der Schweizer Kühne-Stiftung eine Förderung in Höhe von 2,2 Millionen Euro über fünf Jahre vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) erhalten, um ein afrikanisches Exzellenzzentrum für nachhaltiges Wirtschaften im Bereich Ressourcenmanagement und Lebensmittelversorgung (Sustainable Operations for Ressource Management and Food Supply, SCO) zu gründen. Das Zentrum wird gemeinsam mit der Universität Nairobi in Kenia und der Universät Dar es Salaam in Tansania eingerichtet.

Transdisziplinäres Zentrum

Das hochgradig transdisziplinäre Zentrum wird nachhaltige Operationen im Zusammenhang mit Produktion, Transport und Verarbeitung von Lebensmitteln und anderen natürlichen Ressourcen unterstützen, ebenso wie die Menschen, die entlang der Lieferkette arbeiten. Es richtet sich an Praktiker*innen, Studierende und Graduierte von Wirtschaftshochschulen und Disziplinen wie Medizin, Landwirtschaft, Ingenieurwesen und Geisteswissenschaften. Das Zentrum baut auf früheren und aktuellen Förderungen durch die Kühne-Stiftung auf. Die Stiftung hat die Einrichtung von Bachelor-, Masterstudiengängen und Doktorprogrammen in Betriebswirtschaft mit Spezialisierung auf Logistik und Betriebsführung an sieben verschiedenen Universitäten in Afrika unterstützt , darunter an der Universität Nairobi und der Universität Dar es Salaam.

Die Forschungsdekanin der KLU, Prof. Maria Besiou, wird als Principal Investigator fungieren. Das Team der Kühne-Stiftung Logistics Education - Emerging & Developing Countries (LEED) unter der Leitung von Dr. André Kreie wird die operative Umsetzung des Zentrums in Afrika unterstützen.

Centres of African Excellence

Seit 2008 unterstützt der DAAD Hochschulen in mittlerweile neun afrikanischen Ländern bei der Einrichtung von Exzellenzzentren, um die Qualität der Ausbildung zu verbessern und die Forschungskapazitäten vor Ort auszubauen. Mit dem Ziel, künftige Führungskräfte nach internationalen Standards auszubilden, sind inzwischen zehn Zentren entstanden, die jeweils von einer deutschen Hochschule getragen werden - mit den neu angekündigten Zentren werden es bald zwölf sein.

Der zweite Neuzugang, das "Promoting Academic Capacities for Sustainable Agricultural Resources Use in West Africa (Pro-RUWA) Centre", wird von der Universität Kassel getragen.

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