Maximilians außergewöhnlicher Weg zum Master

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Maximilian Kreidler war schon als Kind technikbegeistert. Diese Begeisterung hat auch den Bildungs- und Berufsweg des 26-Jährigen mitbestimmt. Nachdem er bereits in einem Dualen Studium seinen Bachelor bei Airbus am Bodensee absolvierte, studiert er jetzt Global Logistics and Supply Chain Management in Hamburg. Ermöglicht hat ihm dies eine Kooperation zwischen der Kühne Logistics University und Airbus SAS.

Mit dem Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen in der Tasche zog es Maximilian, der aus Baden-Württemberg stammt, in den hohen Norden: „Ich mag Hamburg sehr gerne. Es gibt viele schöne Ecken und relativ viel Grün.“ Zwei Jahre arbeitete er bei Airbus in der logistischen Planung für Flugzeugersatzteile, als er beschloss, sich in dieser Thematik tieferes Wissen anzueignen und den Master an der KLU zu machen: „Ich finde es spannend, wie viele komplexe Aufgabenstellungen das Feld bietet. Hier die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist auch wichtig für den Unternehmenserfolg.“ Aktuell studiert Maximilian im zweiten Semester des MSc in Global Logistics and Supply Chain Management an der KLU. Er ist einer der vier ersten Studentinnen und Studenten, die über die neue Kooperation zwischen Airbus und der KLU an die private Hochschule gekommen sind. In den kommenden Jahren soll die Partnerschaft weiter ausgebaut werden.

Vorteile für beide Seiten

Mehr als 10.000 externe Zulieferer beliefern Airbus in Deutschland. Ein idealer Ort also, um logistische Prozesse, deren Planung und Management in der Praxis zu erleben. Die Kooperation mit der KLU bringt sowohl dem Unternehmen als auch den Studierenden viele Vorzüge: Airbus bieten seinen Nachwuchskräften die Möglichkeit, sich weiterzubilden und einen Masterabschluss zu erlangen. Das neu gewonnene Fachwissen bringen die Studierenden wiederum zurück ins Unternehmen.

Ein innerbetrieblicher Mentor unterstützt Maximilian bei seiner Masterarbeit und bei vielen anderen Fragen. Regelmäßig besprechen sie den praktischen Nutzen von neuen Trends in der Logistik. Auch bei der Wahl der Fächer berät er ihn. Einen der größten Vorteile der Kooperation sieht Maximilian in der Finanzierung seines Studiums. Aber auch organisatorisch wäre das Masterstudium schwierig geworden: „Ich hätte bei Airbus aufhören müssen.“ Stattdessen hat er dort jetzt einen Arbeitsplatz, der sicher auf ihn wartet.

Theorie wird zur Praxis

Bevor es für ihn aber daran geht, im vierten Semester seine Masterarbeit zu schreiben, bekommt er die Gelegenheit, ein Praktikum und ein Auslandssemester einzulegen. Im ersten Semester gehören die Grundlagenfächer zum Hauptteil des Studiums: Allgemeine Logistik, Business Logistik und Supply Chain Management. Im zweiten Semester erweitern spezielle Wahlfächer den Sachverstand der Studierenden. „In dem Fach Data Science lernt man, große Datenmengen auszuwerten und welche Ersatzteile zukünftig gebraucht werden.“ Negotiations ist ein anderes Fach, welches Maximilian für wichtig hält, um Verhandlungen professionell zu führen und Arbeitsprozesse zu erleichtern.

Im interaktiven Unterrichtsstil an der KLU fühlt sich Maximilian sehr wohl. Viele Case Studies regen die Studierenden an, mitzudenken und sich Lösungen zu überlegen. „Wir haben oft Gäste aus der Industrie da, die Themen vorstellen und tolle Praxisbeispiele zeigen.“ Besonders freut ihn, dass die Experten aus der Praxis so transparent über ihre Unternehmensstrategien sprechen. So bestätigen sie, dass das Gelernte später in der Praxis umsetzbar ist: „Im Fach Demand Planning geht das zum Beispiel 1:1. Gerade, wenn man in Optimierungsprojekte involviert ist, muss man verstehen, was die Logik hinter der Planung von Ersatzteilen ist.“

Von der HafenCity bis nach Argentinien

Für das Auslandssemester hat Maximilian schon feste Pläne: Er hat sich die IAE Business School in Argentinien ausgesucht. Dort hofft er, auf viele MBA-Studierende zu treffen. Bekannt sei auch, dass die Uni viele Kurse für Studierende mit Berufserfahrungen bereithält. „Aber natürlich möchte ich auch meine Spanischkenntnisse auffrischen.“

Ein Bonus für seinen praktischen Arbeitsalltag bei Airbus ist die Unterrichtssprache Englisch an der KLU. Sie hilft ihm, das Fachvokabular besser zu lernen und anzuwenden. Da Maximilian bei Airbus viel mit Kollegen aus dem Ausland kommuniziert, ist es für ihn wichtig, während des Studiums in Übung zu bleiben.

Die Studenten halten zusammen

Kurse und Seminare werden jedoch auch aus einem anderen Grund auf Englisch geführt: Ein Großteil der Studierendenschaft ist international und kommt aus vielen verschiedenen Ländern, auch außerhalb Europas. Der Zusammenhalt unter ihnen ist außergewöhnlich groß. Als Maximilian einmal zwei Wochen lang krank war und nicht am Unterricht teilnehmen konnte, haben ihm Kommilitonen dabei geholfen, die Themen nachzuholen. Viele sind schon gute Freunde geworden. „Sie kommen aus unterschiedlichen Bereichen. Viele sind aus der BWL-Ecke. Manche haben Berufserfahrungen, manche keine. Das Schöne daran ist, dass jeder eine andere Sicht auf die Themen hat.“

Freude auf die Rückkehr zu Airbus

Die Hälfte des Studiums hat Maximilian bereits gemeistert. Bald geht es für ihn darum, ein spannendes Thema für seine Masterarbeit zu finden. Für die Zeit nach seinem Studium steht schon fest: „Auf jeden Fall wieder zu Airbus, in denselben Bereich!“