Sustainable Management & Operations: KLUs neuestes berufsbegleitendes Programm

Fachkräftesicherung für die Logistikwirtschaft ist ein wichtiges Zukunftsthema und Weiterbildung gilt als Schlüssel für Unternehmen, um auch künftig personell gut aufgestellt und innovationsfähig zu sein. Die Kühne Logistics University (KLU) unterstützt mit einem neuen berufsbegleitenden Studienprogramm: Grundlagen des nachhaltigen Managements können sich Berufstätige im 2023 startenden Sustainable Management and Operations Program (SuMO) flexibel und effizient aneignen. Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und LogistikBWVL, Markus Olligschläger, hat darüber mit dem akademischen Direktor des Programms, Prof. Dr. Johannes Meuer gesprochen.

Markus Olligschläger: Herr Meuer, die Wirtschaft muss und wird sich wandeln, hin zur Klimaneutralität – das steht fest. Aber wie können Unternehmen dies betrieblich ganz konkret angehen?

Dr. Johannes Meuer: Neben dem ehrlichen Willen, die Nachhaltigkeitstransformation im eigenen Unternehmen anzugehen, braucht es vor allem kompetente und entsprechend geschulte Manager*innen, die ein solches komplexes Projekt planen, umsetzen und an die Mitarbeiter*innen kommunizieren können. Es wird spätestens in zehn Jahren auch keinen CEO oder Vorstandsmitglied mehr geben, das nicht ein solides Verständnis von unternehmerischer Nachhaltigkeit hat. Wir an der KLU haben exakt dafür ein neues Weiterbildungsprogramm entwickelt: SuMO.

Markus Olligschläger: SuMO? Was kann man sich darunter vorstellen?

Dr. Johannes Meuer: SuMO steht kurz für “Sustainable Management & Operations“ und ist ein neues, ganz auf Praktiker ausgerichtetes Weiterbildungsprogramm. Es richtet sich an Manager*innen aus allen Funktions-bereichen, die Verantwortung für die Transformation von Prozessen, Produkten oder ganze Geschäftsmodellen tragen. In SuMO vermitteln wir aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, bieten Orientierung und Austausch mit akademischen Fachexpert*innen aber auch Kolleg*innen aus anderen Branchen. Und vor allem: alle Teilnehmenden können im Rahmen des Studiums ein konkretes Projekt in allen Details planen und bearbeiten. Wir nennen das „Sustainable Impact Project“.

Markus Olligschläger: Was heißt das konkret?

Dr. Johannes Meuer: Alle Studierenden bringen jeweils ein konkretes Vorhaben aus dem eigenen Unternehmen mit. Im Rahmen des Studiums entwickeln die Studierenden in Zusammenarbeit mit anderen Praktiker*innen und unter Anleitung unserer akademischer Spezialist*innen dann dazu ein Investment-Memo mit konkreten Lösungsvorschlägen, Handlungsalternativen und einem Kostenplan. Im Anschluss können die Studierenden das Projekt dann im Unternehmen umsetzen. „SuMO“ stellt im gesamten Studium diese unternehmerischen Anwendungsfälle in den Mittelpunkt und erklärt anhand solcher Beispiele konkret die Umsetzung von Nachhaltigkeit in allen Facetten: von der Strategie über die Governance- und Kommunikationsfragen bis hin zur operativen Umsetzung mittels neuester Technologien in Logistik und Lieferketten.

Markus Olligschläger: SuMo ist also ein Projektstudium, in dem sich persönliche Weiterbildung und Mehrwert für Unternehmen verbinden. Wie können unsere Mitgliedsunternehmen profitieren?

Dr. Johannes Meuer: Ganz einfach: In dem sie mitmachen, interessierte und lernwillige Leute entsenden, offen ihre Fälle und Fragen einbringen und an der gemeinschaftlichen Knowhow-Entwicklung teilhaben, die wir mit „SuMO“ vorhaben. Wir freuen uns über jede und jeden, der sich mit uns auf den SuMo-Weg macht. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheidend von den Fähigkeiten ihrer Fach- und Führungskräfte zu „Sustainable Management and Operations“ abhängt.

SuMO auf einen Blick:

  • Berufsbegleitendes Zertifikatsprogramm, optional: Master-Abschlus
  • Dauer: 12 Monate
  • Online-Sessions & regelm. Module vor Ort in Hamburg
  • Start: März 2023, Anmeldeschluss Ende 2022
  • Kosten: 14.900 €
  • Sonderkonditionen bei einer Anmeldung bis zum 15. August 2022

Weitere Informationen: www.the-klu.org/sumo

Das Interview entstand im Nachgang des Sustainability Day Anfang April in Düsseldorf. Dort stand der BWVL gemeinsam mit dem Zentrum für nachhaltige Logistik und Lieferketten (CSLS) der Kühne Logistics University und der Deutschen Verkehrs-Zeitung (DVZ) auf der Bühne. Diskutiert wurde zur Frage "Wie kann der Wandel zu nachhaltiger Logistik und Supply-Chain-Management gelingen?"

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