Beratung: Unternehmen im Blick (Video)

Wussten Sie schon, dass die Kühne Logistics University neben Forschung und Lehre auch Unternehmen berät und begleitet? Wie sieht mein Geschäftsmodell der Zukunft aus? Welche Branchentrends sind relevant? Für strategische Fragen wie diese sind Senior Researcher Dr. Moritz Petersen und sein dreiköpfiges Team die Ansprechpartner an der KLU. Anfragen von kleinen und mittelständischen Unternehmen sind willkommen. Sechsstellige Budgets muss ein Unternehmen nicht dafür mitbringen. Dr. Petersen forscht zu Logistik und Lieferketten und realisiert Industrieprojekte an der Schnittstelle von Management und Technik.

 

Sie sind Ansprechpartner für die Unternehmensberatung an der KLU. Würden Sie sich und Ihr Angebot kurz vorstellen?

Moritz Petersen: Ich bin Wissenschaftler an der KLU und gemeinsam mit meinem Team forsche ich zu verschiedenen Aspekten in Logistik und Lieferkette.  Die Formate, in denen wir das tun, sind sehr vielfältig: Das fängt bei großen Konsortialprojekten mit Partnern aus der Industrie auf europäischer Ebene an, die drei bis vier Jahre dauern. Hier ist der Transfer der Forschungsergebnisse in die Wirtschaft quasi schon mit eingebaut. Unser Portfolio beinhaltet aber auch Beratungsprojekte, die deutlich kleinteiliger sind, gerne mit kleinen und mittelständischen Unternehmen, vielfach hier in Hamburg ansässig, in denen sehr viel konkretere Fragestellungen erarbeitet werden.

Welche Unternehmen wenden sich an Sie? Und welche Fragestellungen bringen sie mit?

Moritz Petersen: Es kommen vielfach kleine und mittelständische Unternehmen aus der Logistikbranche und dem Handel zu uns oder auch produzierende Unternehmen. Sie sind durchaus erfolgreich und innovativ, wollen aber für gewisse langfristige Weichenstellungen im Unternehmen auf die wissenschaftliche Expertise einer Hochschule zurückgreifen. Die Fragestellungen sind sehr vielfältig: Das beginnt bei operativen Themen – zum Beispiel, wie effektiv Emissionen über die Lieferkette gemessen und reduziert werden können – und endet bei strategischen Fragestellungen. Letzteres ist vor allen Dingen vor dem Hintergrund der zunehmend turbulenten technologischen und marktwettbewerblichen Umwelt bedeutungsvoll, in der sich viele Unternehmen befinden und orientieren müssen.

Wie läuft die akademische Unternehmensberatung der KLU ab? Was können Unternehmen erwarten?

Moritz Petersen: Häufig sind die Fragestellungen, mit denen die Unternehmen zu uns kommen, noch gar nicht so konkret, sondern entspringen eher einem gefühlten Handlungsbedarf. So wie kürzlich in dem Projekt mit einem kleinen Handelsunternehmen: Die Geschäftsführer haben gesehen, dass links und rechts von ihnen, also flussauf- und flussabwärts der Lieferkette, bestimmte Veränderungen passieren, die potenziell Einfluss auf ihr Kerngeschäft nehmen werden. Diese Entwicklung war jedoch schwer einzuordnen: Wann und wie kommt sie? Und kommt sie überhaupt?

Wir setzen uns dann mit dem Unternehmen zusammen, hören gut zu und stellen die richtigen Fragen. Und wenn es für beide Seiten spannend ist, diskutieren wir die Kooperationsform. Das kann ein Beratungsprojekt sein, mit einem klaren Themenfokus und einem begrenzten Zeithorizont. Das kann aber auch ein deutlich langfristigeres Forschungs- und Entwicklungsprojekt sein, das vielleicht öffentlich gefördert werden kann. Insgesamt sind wir in der Bearbeitung sehr flexibel und schnell. Das passt sehr gut zu kleinen und mittelständischen Unternehmen, die das in der Regel auch sind. Wenn die dann noch die entsprechende Entscheidungsfreude mitbringen, werden das sehr ertragreiche Projekte.

Wo liegt die Expertise in Ihrem Team?

Moritz Petersen: Wir sind ein Team von vier Wissenschaftlern und haben zwei inhaltliche Schwerpunkte: Das sind die Verbesserung von Nachhaltigkeit und die Auswirkungen der Digitalisierung. Im Kontext der Nachhaltigkeit befassen wir uns mit allen Aspekten, nicht ausschließlich mit der Reduktion von Emissionen, auch wenn das im Logistikkontext natürlich ein sehr dringliches und wichtiges Thema ist. Im Bereich der Digitalisierung befassen wir uns mit den Auswirkungen von neuen Technologien auf Logistik und Lieferketten. Wir betrachten aber auch die Auswirkungen auf etablierte Geschäftsmodelle und definieren Anpassungsbedarfe.

Was unterscheidet sich die Herangehensweise von der einer klassischen Unternehmensberatung?

Moritz Petersen: Der wesentliche Unterschied ist die Tatsache, dass wir uns täglich forschend mit diesen Themen auseinandersetzen. Wir bringen also neben dem Fachwissen und der Leidenschaft für diese Themen noch etwas Anderes mit und zwar eine hinterfragende wissenschaftliche Perspektive. Gerade das ist in diesen turbulenten Zeiten, in denen es gar nicht so einfach ist, die relevanten von den nicht so relevanten Trends zu unterscheiden, der richtige Ansatz.

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