NetloP und ENLoP: 1 Programm, 6 Städte – ein Management-Netzwerk fürs Leben

Die zwei KLU-Zertifikatsprogramme Netzwerkmanagement für logistische Prozesse (NetloP) und European Network Management for Logistics Processes (ENLoP) eröffnen Nachwuchsführungskräften, erfahrenen Projektmanagern aus Industrie, Handel, Spedition und Verkehrswesen sowie Logistik-Quereinsteigern neue Karrierechancen. Der Weg dahin? Ein einzigartiges Zertifikatsprogramm in Zusammenarbeit mit sechs herausragenden Logistikinstitutionen in Deutschland und Europa.

Was diese Weiterbildung einzigartig macht, erläutert Program Manager Holly Hillen im Interview.

Holly, was haben die beiden Programme gemeinsam?

Beide Zertifikatsprogramme ermöglichen den Teilnehmenden, ein Netzwerk mit anderen High Potentials aufzubauen. Dies ist unentbehrlich, wenn man unternehmensübergreifende Logistikmanagement-Prozesse gestalten und optimieren will. Die Seminare werden von sehr guten Universitäten und Logistikzentren ausgerichtet. Erfahrene Dozenten aus Wissenschaft und Wirtschaft vermitteln eine beachtliche Menge elementaren Wissens zum Thema Supply Chain Management. Außerdem gehen sie auf aktuelle Branchentrends ein. Beide Programme werden durch ein attraktives Rahmenprogramm und Besuche in Unternehmen abgerundet.

Was den pädagogischen Aspekt angeht, sind die Programme nahezu identisch. Die Seminare führen an sechs Veranstaltungsorte im deutschen Sprachraum beziehungsweise in ganz Europa – im Laufe eines halben Jahres findet also etwa einmal im Monat ein Seminar von jeweils zweieinhalb Tagen statt. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat der KLU Executive Education.

Worin unterscheiden sich die beiden Programme?

Das NetloP Zertifikatsprogramm führen wir gemeinsam mit Partneruniversitäten innerhalb der DACH-Region durch, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dieses Programm richtet sich an High Potentials sowie an die Teamleitung und das Projektmanagement verschiedenster Branchen. Die Veranstaltungen finden größtenteils in deutscher Sprache statt.

Das ENLoP Zertifikatsprogramm dagegen organisieren wir mit führenden Universitäten in sechs europäischen Ländern. Dabei konzentriert sich jedes Seminar auf einen anderen landesspezifischen Aspekt der Wirtschaft und Logistik. Die Inhalte adressieren Personen, die in den Bereichen Supply Chain Management und Logistik arbeiten oder eine Position als Projektmanager innehaben. In der Regel verfügen die Teilnehmenden dieses Programms über mindestens fünf Jahre Berufserfahrung.

Der Weiterbildungsmarkt boomt. Was macht die Zertifikatsprogramme NetloP und ENLoP einzigartig?

Oft bieten einzelne Institutionen Bildungs- und Weiterbildungsangebote an, die dann auch nur innerhalb eines Landes stattfinden. Um die sich ständig wandelnde Welt der Logistik und des Supply Chain Managements wirklich zu verstehen, braucht es jedoch unterschiedliche Ansichten und Blickwinkel. Wir ermöglichen den Besuch von Institutionen in sechs verschiedenen Städten. Ihr Sitznachbar im Seminar ist ebenfalls Experte Ihrer Branche – das schafft Gelegenheit für echten Austausch und für die Entwicklung neuer Ideen.

Holly, Sie begleiten die Teilnehmenden auf allen Reisen und halten auch nach dem Abschluss den Kontakt. Was motiviert Sie für diese Aufgabe?

Ich liebe es zu reisen und neue Menschen kennenzulernen. Internationalität ist Teil meines Lebens: Ursprünglich komme ich aus South Carolina, habe den Master in Germanistik von der Florida State University und lebe seit fast zwölf Jahren in Deutschland. Seit fünfzehn Jahren arbeite ich in verschiedenen Positionen in der akademischen Weiterbildung – Menschen auf ihrem Weiterbildungsweg zu unterstützen macht mir viel Freude. Außerdem kann ich so mit spannenden Persönlichkeiten aus verschiedenen Branchen und Ländern arbeiten.

Tatsächlich hatte ich wenig konkretes Logistikwissen, als ich bei der KLU anfing. In meiner jetzigen und einzigartigen Funktion als Program Manager, in der ich auch die Seminare begleite, habe ich die Möglichkeit, die Vorträge und Diskussionen selbst mitzuerleben. So konnte ich ein gutes Gespür dafür entwickeln, was die Teilnehmenden und ihre Unternehmen bewegt. Meine Leidenschaft für das Thema Logistik ist geweckt, ich finde das Feld inspirierend und mir ist klar geworden, was für einen großen Einfluss diese Branche auf den Alltag, auch im Geschäftsleben, hat. Da ich eng mit den Gruppen zusammenarbeite, erhalte ich zudem konstant Feedback und sehe sofort, was funktioniert und was nicht.

Was passiert nach dem Ende des Programms?

Nach Ende des Programms gehören die Teilnehmenden zur KLU Alumni Community. Unser Ziel ist es, durch künftige Events dafür zu sorgen, dass alle als Teil der „KLU-Familie“ miteinander in Kontakt bleiben. Letztendlich schaffen wir so langlebige Verbindungen und Netzwerke, und das ist in der heutigen Zeit unbezahlbar.

KLU Executive Education entwickelt und betreut die beiden offenen Zertifikatsprogram seit 2019 im Auftrag der Kühne Stiftung. Welche anderen Programme bietet die Executive Education?

KLU Executive Education bietet mehrere offene aber auch maßgeschneiderte Programme für Unternehmen an. Außerdem haben wir ein achtzehnmonatiges Teilzeit-MBA-Programm für Leadership und Supply Chain Management mit einem spannenden Lehrplan und einer tollen Gruppendynamik, welches Teilnehmende auf Führungspositionen in den Unternehmen vorbereitet, in denen sie bereits arbeiten.

Persönlich verantworte und betreue ich die individuellen offenen Angebote. Dazu gehört auch unsere zwölftägige International Summer School in Supply Chain and Logistics Management, die jedes Jahr im Juli in Hamburg stattfindet.

Mehr Informationen:

Stimmen von den Teilnehmenden:

  • NetloP ist ein wirklich gelungenes Weiterbildungsprogramm für Executives. Es ist ein praxisorientierter Thinktank durch informative Vorträge, interessante Gespräche mit anderen Teilnehmern und es dient dem Networking von überdauernden Kontakten, auch weit über das Programm hinaus. Ich würde jederzeit wieder teilnehmen.“
    (Sabrina Zech, Head of Site Logistics Ingelheim, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG)
     
  • „In einer VUCA-Welt* gibt uns ENLoP die richtigen Werkzeuge an die Hand, um die neuen Herausforderungen zu meistern: Globalisierung, Digitalisierung, Logistik und Industrie 4.0.“
    *Das Akronym VUCA steht für Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit als prägende Eigenschaften heutiger Verhältnisse und Situationen.
    (Gabriel Schumacher, Head of Logistics Finance, BSH Electroménager)
     
  • „Gute Verknüpfung aus Lehre (Unis) und Praxis (Unternehmen) – gute Mischung der Teilnehmer aus allen Bereichen der Logistik – Austausch im Rahmen von NetloP rundum möglich.“
    (Maria Nahrstedt, Leiterin Betrieb, BLG Railtec GmbH)
     
  • „Es war eine Bereicherung für mich, durch die Teilnahme an ENLoP Logistik und reale Themen aus der Wirtschaft einmal aus anderen Blickwinkeln zu betrachten (Spediteure, Dienstleister …).“
    (Alain Guerin, Director - Head of Cargo Products, Services & Technology Management, Swiss International Airlines)